Es war nicht der Moment des Fallens, der alles veränderte.
Es war die Stille danach.
Kein dramatischer Knick, kein Donner, kein Licht, das verlöschte.
Nur das plötzliche Gefühl, dass nichts mehr weiterging.
Und dass genau darin – in diesem Leerlauf, in dieser Unsicherheit –
etwas war, das mich anhielt.
Wie ein Raum zwischen den Schritten.
Ein kaum hörbares Innehalten.
Kein Anfang. Kein Ende. Nur Dazwischen.
Ich hatte nicht geplant zu landen.
Ich hatte nicht gewusst, dass ich überhaupt flog.
Aber plötzlich war da dieser Punkt –
an dem nichts mehr getragen wurde,
an dem das Denken aufhörte zu greifen
und das Alte keinen Namen mehr hatte.
Manchmal fällt man nicht tief.
Man fällt einfach aus dem Rahmen,
aus der eigenen Linie,
aus dem, was man glaubte, sein zu müssen.
Und dann sitzt man dort.
Nicht verzweifelt.
Nicht erlöst.
Nur wach.
Offen.
Leer vielleicht –
aber nicht mehr auf der Flucht.
Die Notlandung war kein Fehler.
Sie war eine leise Rückholung.
Ein unaufgeregtes Ankommen in einer Version von mir,
die keine Richtung braucht,
um aufrecht zu sein.
Und in dieser Formlosigkeit –
die andere vielleicht Krise nennen würden –
begann etwas zu wurzeln.
Noch namenlos.
Aber ganz.
„Manchmal ist das Haltlose der einzige Halt, der bleibt.“
