Es gab Zeiten,
da schien alles verschlossen.
Kein Weg, kein Ton,
kein Morgen, das etwas versprach.
Ich erinnere mich nicht an klare Gedanken –
nur an das Dunkel.
Und doch:
Irgendwann kam etwas durch.
Nicht mit Kraft. Nicht mit Stimme.
Aber genug,
dass ich den nächsten Schritt fand.
Genug,
dass ich spürte:
Es bleibt nicht so.
Es bleibt nie so.
Das Licht kam nicht immer von mir.
Manchmal kam es durch einen Satz,
eine Geste,
einen Schatten,
der weicher wurde.
Manchmal kam es einfach,
ohne dass ich wusste, wie.
Und heute weiß ich:
Es muss kein Beweis sein.
Nur dieses stille Wissen:
Was dunkel erscheint,
bleibt nie ganz dicht.
Irgendwo öffnet sich etwas –
ein feiner Spalt,
ein kaum sichtbarer Riss.
Und genau dort
findet das Licht seinen Weg.
Nicht grell,
nicht blendend,
aber fühlbar –
gerade in der Dunkelheit,
die einen in diesem Moment umhüllt.
Auch wenn es dunkel ist –
das Licht findet immer einen Weg.
