Er hängt noch da.
Unscheinbar, zwischen den anderen, die täglich gebraucht werden.
Abgenutzt, matt, mit einer kleinen Kerbe – als hätte er sich einmal durch etwas gearbeitet, das schwer aufging.
Ich weiß nicht mehr, wann ich ihn das letzte Mal benutzt habe.
Aber ich weiß, dass er einmal zu etwas gehörte, das mir offenstand.
Jetzt ist die Tür, zu der er passte, nicht mehr da.
Oder vielleicht ist sie noch da, aber nicht mehr für mich.
Der Schlüssel bleibt – und doch ohne Funktion.
Und trotzdem bringe ich es nicht über mich, ihn wegzulegen.
Nicht aus Hoffnung. Nicht aus Trauer.
Nur, weil er einmal wichtig war.
Er erinnert mich nicht an einen Ort.
Sondern an eine Nähe.
An das Gefühl, Zutritt gehabt zu haben.
Willkommen gewesen zu sein,
wenn auch nur für eine Zeit.
Und vielleicht ist es das, was bleibt:
Nicht die Tür, nicht das Schloss,
nicht das, was sich damals geöffnet hat –
sondern das stille Gewicht von Bedeutung,
die auch ohne Aufgabe nicht bedeutungslos wird.
Ich trage ihn weiter mit mir,
nicht weil ich hoffe,
sondern weil ich würdige.
Denn:
Nicht alles, was wichtig war, muss bleiben – aber es hatte seinen Sinn.
