Selbstreflexion

Wenn ich nicht weiß, wer ich bin

Manchmal weiß ich es einfach nicht.

Wenn ich nicht weiß, wer ich bin

Manchmal weiß ich es einfach nicht.
Wer ich bin.
Oder wer ich gerade nicht mehr bin.

Es ist kein Bruch.
Eher ein leises Verschwinden.
Ein Zwischenzustand ohne Richtung.
Wie eine Stimme,
die noch keinen Namen trägt.

Ich schaue in den Tag,
aber finde keinen Anfang darin,
der mir gehört.

Was, wenn ich niemand bin –
nicht weil ich verloren ging,
sondern weil ich mich entkleidet habe
von allem, was nicht zu mir gehört?

Vielleicht ist dieses Nichtwissen
kein Mangel –
sondern Raum.

Vielleicht beginnt das Eigentliche
nicht dort,
wo ich mich erkenne –
sondern dort,
wo ich mich noch nicht festlegen muss.

Und vielleicht
bin ich in diesem Moment
nicht weniger ich –
sondern näher
als je zuvor.