Ich weiß nicht mehr, wer ich bin
Ich erkenne mein Gesicht – aber es sagt mir nichts.
Ich erkenne mein Gesicht
– aber es sagt mir nichts.
Die Tage ziehen durch mich hindurch,
und ich laufe mit,
aber ohne zu wissen,
ob ich dabei noch gemeint bin.
Ich funktioniere,
aber ich spüre nichts.
Ich antworte,
aber nichts in mir fühlt sich gefragt.
Vielleicht habe ich mich
nicht auf einmal verloren,
sondern in tausend kleinen Momenten,
in denen ich nicht hingesehen habe.
Vielleicht bin ich nicht weg –
nur überdeckt
von allem, was ich geworden bin,
weil es gebraucht wurde.
Vielleicht ist Identität
nicht, wer ich war –
sondern wer in mir noch wartet,
wieder berührt zu werden.
Ich weiß nicht mehr,
wo ich aufgehört habe, ich zu sein –
aber vielleicht beginnt Rückkehr
nicht mit Wissen,
sondern mit einem Atemzug
in meine Richtung.