Manchmal schreibt man nicht für jetzt.
Nicht für Applaus, nicht für Antwort, nicht einmal für sich selbst.
Man schreibt –
weil da etwas ist, das gesehen werden möchte, auch wenn niemand hinsieht.
Vielleicht wirst du eines Tages durch diese Zeilen wandern.
Nicht suchend, aber bereit,
nicht wissend, aber offen.
Vielleicht wirst du merken, dass du nicht allein bist mit deinem Staunen, deinem Stolpern, deinem Fragen.
Dass da jemand war, der sich auch gefragt hat,
der gezweifelt, gehofft, geschwiegen hat.
Und vielleicht berührt dich etwas daran –
nicht weil es richtig ist, sondern weil es etwas in dir berührt, das du längst kennst.
Ich habe nie versucht, klug zu wirken.
Ich habe nur versucht, echt zu sein.
Und was ich nicht sagen konnte, habe ich zwischen die Zeilen gelegt –
in der Hoffnung, dass jemand sie irgendwann lesen kann.
Vielleicht bist du es.
Vielleicht bist du der stille Grund, warum ich weitergeschrieben habe,
auch wenn niemand antwortete.
Vielleicht warst du es,
der mich durch die Zukunft begleitet hat –
während ich noch nicht wusste,
dass ich dir längst etwas hinterlasse.
Vielleicht liest du das eines Tages – nicht, weil du suchst, sondern weil es dich findet.
